Glossar: Verhaltenskodex, Verhaltensregeln

Ein Verhaltenskodex legt gemeinsame Regeln für den Umgang miteinander in kommunalpolitischen Gremien fest. Er soll dazu beitragen, dass Diskussionen in Gemeinderäten, Stadträten, Kreistagen oder Ausschüssen respektvoll und konstruktiv geführt werden.

Zu einem Verhaltenskodex können zum Beispiel folgende Regeln gehören: andere ausreden lassen, sachliche Kritik üben, Redezeit fair verteilen und auf persönliche Anfeindungen oder sexistische Äußerungen verzichten.

Klare Verhaltensregeln und eine konsequente Sitzungsleitung können dabei helfen, die Diskussionskultur in kommunalpolitischen Gremien zu verbessern und dazu beitragen, dass sich alle Mitglieder gleichberechtigt an Beratungen und Debatten beteiligen können. Davon profitieren alle. Sie können aber insbesondere auch Frauen und andere unterrepräsentierte oder diskriminierte Gruppen stärken, die in Diskussionen häufiger übergangen, unterbrochen oder nicht ernst genommen werden.

Ein Verhaltenskodex ist in der Regel eine Form der Selbstverpflichtung. Die Mitglieder eines Gremiums verständigen sich auf gemeinsame Regeln für ihren Umgang miteinander. Wie ein Verhaltenskodex erarbeitet und beschlossen wird, kann sich von Kommune zu Kommune unterscheiden.

Wie sehen Verhaltensregeln in der Praxis aus? 
Verschiedene Kommunen haben bereits Verhaltenskodizes oder gemeinsame Regeln für den Umgang in ihren Gremien entwickelt. In unserem Praxisbeispiel zu Verhaltenskodizes finden Sie konkrete Beispiele aus Kommunen und Anregungen für die Umsetzung.

Quellen:

← Zurück
Bleiben Sie auf dem Laufenden und abonnieren Sie unseren Newsletter
Impulse, Veranstaltungen, Tipps und Best Practices sowie neue Studien und Initiativen rund um das Thema Frauen in der Politik - damit sich Frauen in ihrer Vielfalt in der Politik engagieren können und wollen.

Für den Versand unserer Newsletter nutzen wir rapidmail. Mit Ihrer Anmeldung stimmen Sie zu, dass die eingegebenen Daten an rapidmail übermittelt werden. Beachten Sie bitte auch die Datenschutzbestimmungen.

Ein Projekt der EAF Berlin in Kooperation mit dem Deutschen LandFrauenverband