Glossar: Parität

ist vom Lateinischeen “paritas” (Gleichheit, gleich, stark) abgeleitet und bezeichnet das gleichmäßige Verhältnis von Gruppen zueinander. Ziel ist es, dass diese in bestimmten Positionen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gleichberechtigt und fair vertreten sind. Parität wird häufig in Bezug auf die Verteilung von Sitzen oder Posten zwischen Männern und Frauen in Gremien, Parlamenten oder Parteien benutzt.

Frauen stellen die Hälfte der Bevölkerung. Da sie in Politik und Wirtschaft jedoch häufig unterrepräsentiert sind, bezieht sich die Forderung nach Parität hier darauf, dass 50 Prozent der Sitze oder Posten auf sie entfallen. Das ist zum einen wichtig, damit Frauen entsprechend ihres Bevölkerungsanteils repräsentiert sind und genauso viel Einfluss haben wie Männer. Zum anderen ist es wichtig, dass die Perspektiven und Meinungen von Frauen genauso gesehen und gehört werden wie die von Männern.
Andere Geschlechter und Vielfaltsmerkmale werden bei Quotenregelungen noch kaum einbezogen.

In der Kommunalpolitik sind Frauen besonders stark unterrepräsentiert: in kommunalen Volksvertretungen liegt der Frauenanteil bei 30,2 Prozent und es gibt nur 11,2 Prozent Landrätinnen und 13,5 Prozent Bürgermeisterinnen (Stand 2021). Deshalb ist es wichtig, die Rahmenbedingungen von Kommunalpolitik so zu gestalten, dass Teilhabe von Frauen und anderen unterrepräsentierten Gruppen möglich ist.

Quellen:

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Ein Projekt der EAF Berlin in Kooperation mit dem Deutschen LandFrauenverband