Glossar: Doppelhaushalt

ist ein Haushaltsplan, der sofort für einen Zeitraum von zwei Jahren aufgestellt wird. Der Haushalt einer Kommune wird also schon etwas weiter im Voraus geplant. Trotzdem müssen die geplanten Einnahmen und Ausgaben getrennt für die beiden Jahre kalkuliert werden.

Ein Doppelhaushalt kann effizienter sein, da nur einmal für zwei Jahre die personellen Ressourcen für die Haushaltsplanung aufgebracht werden müssen. Außerdem kann so langfristiger geplant werden, beispielsweise bei größeren Investitionen die durch Kredite finanziert werden sollen, was für mehr Planungssicherheit sorgt. Allerdings ist ein Doppelhaushalt auch unflexibler. Unerwartete Ausgaben, beispielsweise durch höhere Kosten bei geplanten Vorhaben oder unerwartete Ereignisse wie etwa die COVID-19-Pandemie, lassen sich bei einem Haushaltsplan für zwei Jahre schlechter abschätzen. Das kann dazu führen, dass mehrere Nachtragshaushalte notwendig sind. Das sind von der kommunalen Volksvertretung beschlossene Änderungen des Haushaltsplans, die notwendig sind, wenn sich Entwicklungen anders ergeben als erwartet. Diese wiederum bedeuten einen Mehraufwand.

Quelle: Doppelhaushalt – geeeignet für jede Kommune? | KOMMUNAL

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