Gleichstellungsarbeit vor Ort in Schleswig-Holstein stärken: Mit Beiräten und Ausschüssen. Wie geht das konkret und welche ersten Schritte sind hilfreich?
Ein wirksames Werkzeug können dabei Gleichstellungsausschüsse sowie Gleichstellungs- und Frauenbeiräte sein. Sie schaffen Räume für Beteiligung, bringen gleichstellungspolitische Anliegen in die kommunale Politik ein und können wichtige Impulse für Verwaltung und Politik setzen. Für Frauen vor Ort können solche Gremien ganz konkrete Verbesserungen bewirken – etwa bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, beim Schutz vor Gewalt, bei einer gerechteren Stadtplanung oder bei besseren Angeboten für Gesundheit, Mobilität und Teilhabe. Sie ermöglichen zudem, politische Entscheidungen aktiv mitzugestalten und die eigenen Interessen wirksam einzubringen, häufig auch niedrigschwellig, da je nach Gremium weder ein politisches Mandat noch eine Parteimitgliedschaft erforderlich sind. Doch wie lassen sich solche Gremien gründen und gestalten? Welche rechtlichen Grundlagen gibt es, welche Möglichkeiten bieten unterschiedliche Modelle – und welche Erfahrungen bestehen bereits in der Praxis?
Diesen Fragen widmen wir uns in einem Online-Workshop für Gleichstellungsbeauftragte, Mandatsträgerinnen und weitere Multiplikatorinnen aus Schleswig-Holstein. Im Mittelpunkt stehen die Gründung, Ausgestaltung und Arbeitsweise kommunaler Gleichstellungsgremien. Gemeinsam schauen wir auf Chancen und Herausforderungen unterschiedlicher Modelle, rechtliche Rahmenbedingungen sowie Beispiele guter Praxis aus Schleswig-Holstein und darüber hinaus.
Wir freuen uns auf Beiträge von:
- Alexandra Ehlers, Geschäftsführerin des LandesFrauenRates SH zu rechtlichen Grundlagen und geplanten Gesetzesänderungen in Schleswig-Holstein und aktuellen Debatten
- Marlene Langholz-Kaiser , 1. Vorsitzende des Gleichstellungsausschusses in Flensburg, Bündnis 90‘/Die Grünen
- Katrin Wiech, 1. Vorsitzende des Frauenbeirats in Geesthacht, parteilos
Der Workshop bietet Raum für fachlichen Austausch und Vernetzung: Welche Strukturen haben sich bewährt? Wie können Ausschüsse und Beiräte politische Themen vor Ort anstoßen? Und welche Erfahrungen gibt es bereits aus anderen Kommunen?
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts „Frauen.Vielfalt.Politik“ statt, gefördert durch das BMBFSFJ und durchgeführt von der EAF Berlin in Kooperation mit dem Deutschen LandFrauenverband. Der Workshop wird gemeinsam mit dem LandesFrauenRat Schleswig-Holstein sowie der LAG der hauptamtlichen kommunalen Gleichstellungsbeauftragten in Schleswig-Holstein durchgeführt.
Hausrecht & Verhaltenskodex für respektvolles Miteinander
Ziel dieser Veranstaltung sind Informationsvermittlung und Austausch zu den Themen Chancengleichheit und Vielfalt sowie die Stärkung von marginalisierten Gruppen in der Politik. Ein respektvolles, diskriminierungsfreies und inklusives Miteinander ist zentraler Grundsatz dieser Veranstaltung. Wir dulden keine Form von Diskriminierung, Belästigung oder Anfeindung – unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung, Herkunft, Behinderung, Aussehen, Religion, oder Sprache.
Wir erwarten von allen Teilnehmenden, Referierenden und Partner*innen ein wertschätzendes Verhalten. Demokratiefeindliche, diskriminierende oder unsachliche Beiträge sowie ein Engagement gegen Gleichstellungspolitik oder für die Unterstützung von gruppenbezogenen Ungleichwertigkeitsvorstellungen widersprechen den Grundsätzen der Veranstaltung.
Als Veranstalterin behält sich die EAF Berlin vor, bei Verstößen von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen. Der Schutz zivilgesellschaftlicher Räume und von Personen, die von Diskriminierung und Anfeindung betroffen sein könnten, steht im Sinne eines Safer Spaces für uns an erster Stelle.
Mit Ihrer Teilnahme erkennen Sie diese Grundätze als veranstaltungsbezogenen Verhaltenskodex an.
Anmeldung und Teilnahme
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