Glossar: Vergabe

beschreibt das Vorgehen, wenn eine Stadt oder Gemeinde ein neues Projekt plant und eine Firma zur Umsetzung beauftragen möchte.

Beschließt die kommunale Volksvertretung zum Beispiel, dass neue Bänke im Park aufgestellt werden sollen, muss die kommunale Verwaltung eine Firma beauftragen, das Vorhaben umzusetzen. Für die Stadt ist es wichtig, dass sie das bestmögliche Angebot zu einem niedrigen Preis bekommt. Außerdem sollen alle Firmen gleichermaßen und fair die Möglichkeit bekommen, einen Auftrag der Stadt zu erhalten.
Deshalb wird eine Leistungsbeschreibung erstellt. Darin steht, was genau die Stadt benötigt: zehn Holzbänke, die bis zum Sommeranfang im Stadtpark aufgebaut werden müssen.

Um eine geeignete Firma für diesen Auftrag zu finden, gibt es drei unterschiedliche Vergabeverfahren. Der Standard ist, dass eine öffentliche Ausschreibung gemacht wird, sodass alle Firmen sie sehen und sich darauf bewerben können. Wenn ein Projekt sehr kompliziert ist oder nur sehr wenige Firmen es umsetzen können, kann die Stadt auch eine beschränkte Ausschreibung an eine Auswahl von Firmen machen. In seltenen Fällen, wenn es um wenig Geld geht oder das Projekt dringend umgesetzt werden muss, kann die Stadt in einer freihändigen Vergabe die Firma direkt aussuchen, ohne vorher eine öffentliche Ausschreibung gemacht zu haben. Wenn es um richtig viel Geld geht, wie beim Bau eines neuen Flughafens, muss die Ausschreibung sogar EU-weit gemacht werden.

Quelle: Glossar

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Ein Projekt der EAF Berlin in Kooperation mit dem Deutschen LandFrauenverband