Leerstand beleben – ländliche Räume zukunftsfähig gestalten
Die Vernetzungsstelle für kooperative Leerstandsaktivierung dient als Knotenpunkt um neue WIR Räume im ländlichen Raum Brandenburgs zu schaffen. WIR Räume sind Orte, die aus dem Leerstand neu belebt werden und kreativen oder gemeinwohlorientierten Unternehmen Raum für ihre Arbeit bieten.
Die bundesweite Leerstandsbörse des Projekts sammelt Gebäude, die wieder oder weiterhin mit Leben gefüllt werden sollen. Dort findet sich etwa eine sanierte Burg in Thüringen die bereits als WIR Raum genutzt wird und neue Betreiber*innen sucht oder eine alte Brotfabrik in Brandenburg, die zur gewerblichen Umnutzung zur Verfügung steht. So können Interessierte aus der (Kreativ-)Wirtschaft gezielt mit Verwaltungen und regionalen Akteuren vernetzt werden, um gemeinsame neue WIR Räume zu schaffen und Leerstand zu reduzieren.
Ergänzend dazu werden durch Expert*innenrunden zu verschiedenen Themen sowie regionalen Vernetzungstreffen Wissen gebündelt, Strategien entwickelt und Akteur*innen vernetzt, sodass neue Projekte umgesetzt werden können. Gleichzeitig wird die Problematik des Leerstands ebenso wie mögliche Lösungsansätze sichtbarer gemacht.
Die Handreichung “Zukunft statt Leerstand” des Netzwerks Zukunftsorte in Kooperation mit der Dezentrale Sachsen, dem FORUM gemeinschaftliches Wohnen, der Montag Stiftung Urbane Räume sowie der Landesberatungsstelle gemeinschaftliches Wohnen in Hessen bietet außerdem praxisnahe Informationen zur gemeinwohlorientierten Umnutzung von leerstehenden Gebäuden im ländlichen Raum.
In den Pilotregionen des Modellprojekts sind bereits konkrete Orte entstanden: ein gemeinschaftlich renovierter Hof in Prignitz wurde zur „Kulturfarm“, die heute ein Ort für Veranstaltungen und Gastronomie ist. In Prenzlau wurde ein ehemaliger Bahnhof von der Stadt gekauft und zu einem Ankerpunkt für Kunst- und Kulturschaffende entwickelt. Hier entstehen Arbeitsräume, Workshops und kulturelle Angebote, die sonst oft nur in großen Städten zu finden sind.
WIR Räume schaffen Orte für Arbeit und Gemeinschaft zugleich. Sie stärken regionales Engagement, fördern Austausch und erhöhen langfristig die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit ländlicher Regionen. Voraussetzung dafür sind überregionale Netzwerke, die die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteursgruppen ermöglichen und unterstützen.
Gefördert wird das Modellprojekt im Programm Soziale Innovationen mit Mitteln der Europäischen Union und des Landes Brandenburg über den ILB.
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