Ein Junge mit Rucksack und Kopfhörern schaut auf sein Smartphone.
© Alghozy

Kinder und Jugendliche reden per App mit

Kinder und Jugendliche nutzen Social Media meist täglich, warum also nicht politische Beteiligung dorthin bringen? Beteiligungsapps wie Political X Change und PLACEm ermöglichen Kindern und Jugendlichen, bei Entscheidungen in ihrer Kommune mitzureden, sich zu informieren, auszutauschen und zu vernetzen. Das geschieht in einem geschützten Raum ohne verzerrte Algorithmen, Fake News und polarisierende Schlagzeilen.

Kostenlose digitale Beteiligungsapps bieten niedrigschwellige Möglichkeiten, Informationen zu teilen, Umfragen zu starten, Ideen zu sammeln und politische Themen sichtbar zu machen.

Apps wie Political X Change verbinden Beteiligung mit politischer Bildung. Jede Kommune erhält eine eigene Jugenddialog-Webseite mit integrierter Web-App. So kommen Schüler*innen direkt mit der Kommunalpolitik ihres Landkreises in Kontakt und können sich in Beitragsforen mit Kommunalpolitiker*innen austauschen. Umfragen, digitale Wahlen (von der Klassensprecherwahl bis hin zur Kreisjugendvertetungswahl), Wettbewerbe und Newsforen machen Kommunalpolitik für junge Menschen verständlich, zugänglich und geben ihnen eine Stimme.

Gleichzeitig lernen Kinder und Jugendliche mehr über ihre Rechte und darüber, wie Kommunalpolitik funktioniert. Ein kommunalpolitischer Wahl-O-Mat bildet die lokale politische Landschaft ab: Jugendliche entwickeln die Fragen anonym und sehen, welche Kandidat*innen ihre Positionen vertreten. So entsteht eine moderierte digitale Beteiligungs-Infrastruktur, die für Schulen und Kommunen kaum Aufwand bedeutet, aber Unterricht, Mitbestimmung und Zusammenarbeit auf Augenhöhe deutlich stärkt.

Die Beteiligungsapp PLACEm des Vereins Politik zum Anfassen e.V. bietet ähnliche Möglichkeiten für Austausch, Vernetzung und Meinungsabfrage. Nutzer*innen können in der App sogenannte „Places“ erstellen, also Kanäle. Für jeden Kanal wird ein QR-Code erstellt, der an den dazugehörigen realen Orten der Beteiligung aufgehängt werden kann, zum Beispiel in der Schule oder im Stadtpark. Jede*r kann den QR-Code scannen und dem „Place“ beitreten.

 

Dort finden sich je nach Thema Neuigkeiten, Veranstaltungen oder Umfragen. Wie der neue Pausenhof der Schule gestaltet werden soll, kann im Schul-Place abgefragt und diskutiert werden. Und ob der Stadtpark neue Bänke oder einen Spielplatz braucht, können Nutzer*innen im Stadtpart-Place diskutieren. So können sich Bürger*innen niedrigschwellig zu Themen beteiligen, die sie direkt betreffen.

Da die App gamifiziert ist, können Nutzer*innen Punkte sammeln und Highscores oder Level erreiche. Damit ist sie auch für Kinder und Jugendliche besonders attraktiv.
Kinder und Jugendliche können aber noch darüber hinaus Demokratie direkt erleben: Kinder- und Jugendparlamente oder Schüler*innenvertretungen können digital oder hybrid gewählt werden.

Weiterführende Informationen

 

 

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Ein Projekt der EAF Berlin in Kooperation mit dem Deutschen LandFrauenverband